Stern über Bethlehem (EG.E 1)
Das Lied "Stern über Bethlehem" hat auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Trotzdem wirkt es nicht ausgeleiert, sondern wird nach wie vor mit Inbrunst gesungen. Beim Sternsingen oder in der Epiphaniaszeit.
Das Lied "Stern über Bethlehem" hat auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Trotzdem wirkt es nicht ausgeleiert, sondern wird nach wie vor mit Inbrunst gesungen. Beim Sternsingen oder in der Epiphaniaszeit.
In diesem Lied erleben wir die menschliche Seele in ewigen Flitterwochen mit ihrem Jesusbräutigam. Das klingt etwas kitschig. Trotzdem sind Kathrin und Martina Fans. Philipp Nicolai war vielleicht ein Brummelbär. Aber Lieder schreiben konnte er richtig gut!
Jochen Klepper hat den Text dieses Liedes am 20. Oktober 1937 geschrieben und am 1. Januar 1938 in der Deutschen Allgemeine Zeitung veröffentlicht. Im alten Gesangbuch (EKG) wurde der Text mit der Melodie des Liedes “Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn” kombiniert. Heute ist das Lied im EG mit Tönen von Siegfried Reda unterlegt.
Heute geht es um ein vertontes Gedicht – ein Gedicht, das Dietrich Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamtes in der Berliner Prinz Albrecht Straße an seine Verlobte Maria von Wedemeyer schrieb, auf einem Papierbogen, der zum Ende hin knapp wurde. Das Blatt ist erhalten.
Und übrigens 2025 ist Bonhoefferjahr (80. Todestag) und 2026 (120. Geburtstag) auch.
Kathrin findet das Lied zart und verletzlich und mag es, wenn in Kirchenliedern das Wort "Eia" vorkommt. Martina befremdet der kindliche Charakter des Liedes, vor allem, weil "Zu Bethlehem geboren" aus ihrer Sicht kein wirkliches Kinderlied ist, sondern nur kindlich spricht. Wer jetzt denkt, dass sich die beiden Hosts des Wochenliederpodcast deswegen in die Haare bekommen haben, irrt allerdings. Schließlich ist ja Weihnachten.
Dieses Lied ist Kathrin im Sommerurlaub begegnet, in Italien bei 35 Grad in der Abenddämmerung. Die Entstehungsgeschichte ist ungeklärt, der Text eher so la la la, die Melodie ziemlich gewaltig. Was für eine Kombination!
(Übrigens: Dass das Lied "Herbei, o ihr Gläub'gen" heißt und nicht "Herbei, o ihr Gläubigen" ist uns erst nach der Aufnahme aufgefallen.)
Ein Liebeslied für die Christnacht. Das ist "Ich steh an deiner Krippen hier". Martina und Kathrin sind hingerissen von diesem Lied und gleichzeitig froh, dass wir es nicht in seiner Originalfassung im Gesangbuch haben, in der es vor Verkleinerungsförmchen nur so wimmelt.
Gott macht sich klein und uns Menschen dadurch groß. So beschreibt Nikolaus Hermann das Weihnachtsgeschehen in seinem genialen Lied: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich. Der Text erzählt davon, aber die Himmelsleitermelodie auch.
Wir sind entzückt.
Gesegnete Weihnachten für Euch alle!
Ein Adventslied mit einem Passionstext plus einer ziemlich fröhlichen Melodie ... Passt das zusammen? Martina findet, dass darin eine vollkommene Unvollkommenheit steckt. Kathrin ist da nicht ganz so überzeugt. Was meint Ihr?
"Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt". So beginnt die letzte Strophe des Wochenliedes für den 3. Advent. Es heißt "Die Nacht ist vorgedrungen". Jochen Klepper hat den Text geschrieben, Johannes Petzold die Melodie. Genug Stoff für 50 Minuten Gespräch.
Taucht mit uns ein in dieses besondere Adventslied.