Nun lasst uns Gott dem Herren (EG 320)
Shownotes
"Ein Dancklied, nach Essens und sunst, fur allerley Wohlthaten Gottes" - So hat Ludwig Helmbold sein bekanntestes Lied genannt, dass wir heute unter dem Namen "Nun lasst uns Gott, dem Herren" kennen. Was dieses Lied mit Clemens von Alexandrien und Thomas Müntzer zu tun hat, erfahrt Ihr in der neuen Folge des Wochenliederpodcasts.
- Wikipediaartikel zum Lied
- Kalenderblatt des BR zur Hinrichtung Thomas Müntzers
- Artikel zur Biographie Ludwig Helmbolds
- Wikipediaartikel zum Motiv des Christus medicus
Habt Ihr Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibt uns: wochenliederpodcast@evlks.de Wir freuen uns über neue Freunde und Freundinnen auf Insta, auch wenn wir da etwas faul sind. Hinweise zu Mitwirkenden und den Einspielungen in dieser Episode gibt es unter www.wochenliederpodcast.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zum Wochenlieder-Podcast.
00:00:09: Mein Name ist Katrin Mette, ich bin Pfarrerin und arbeite bei der Ehrenamtsakademie der Sächsischen Landeskirche.
00:00:14: Auch euch begrüße Sie ganz herzlich!
00:00:16: Martina Haagt Arbeitsstelle Kirchenmusik in Sachsen.
00:00:20: Wir wollen uns heute unterhalten über das Lied Nun lasst uns Gott dem Herrin.
00:00:24: Es steht im Gesangbuch unter der Nummer dreihundertzwanzig.
00:00:28: Den Text hat Ludwig Helmboldt fünfzehnhundertfünfundsebzig verfasst Und bei der Melodie steht Bei Nikolaus Selnäcker, fifteenhundertsehnundachtzig.
00:00:40: Es ist das Wochenlied für den siebenten Sonntag nach Trinitatis zusammen mit dem Alternativ-Lied Brich dem hungrigen Dein Rot.
00:03:10: Wir starten ja immer so ein bisschen, dass wir uns unterhalten was unsere Zugänge zu dem Lied sind.
00:03:15: Woher wird das kennen?
00:03:16: Was wir dabei schon erlebt haben?
00:03:19: Und bei dem Lied ist es so, dass es ja eines der bekanntesten und beliebtesten Lieder die wir haben im Gesangbruchs wird.
00:03:24: Also auch sehr oft im Gottesdienst gesungen.
00:03:26: Es wurde auch sehr often gesungen wenn ich im Gottesdeins war mit meiner Familie, mit meinen Eltern und Großeltern und Schwestern... ...und weil also bei der Strophe sieben da geht's ja um die Großen und die Kleinen.
00:03:37: Ich kann mich erinnern das meine Großmutter oder auch meine Mutter, wenn die Räder auf die kleinen kamen hat die uns Kinder immer so angetippt oder angeschaut.
00:03:47: Und das Lustige ist, wenn ich jetzt mal mit meinen Schwestern im Gottesdienst bin, was natürlich nicht oft stattfindet.
00:03:53: Aber dann kommt dieses Lied und tippen wir uns auch immer noch ... Machst du es
00:03:56: auch bei deinen Kindern?
00:03:59: Würde ich machen!
00:04:01: Also ich kenne das auch aus den Erinnerungen meiner Kindheit aus dem Gottesdienste.
00:04:04: Es wurde sehr oft gesungen und ich glaube auch immer beim Collecte sammeln.
00:04:08: aber der Organist hat das immer super langsam feierlich und getragen gespielt fast so langsam dass sich gefühlt mit meinem Arten nicht am Ende von der Phrase ankam.
00:04:20: Also das war auch, das Lied war beschwerlich zu singen.
00:04:22: Wenn ich jetzt Orgler also begleite dann empfinde ich es ganz anders.
00:04:26: Ich finde dass dieses Lied tanzt, schwingt dadurch nicht so langsam sein darf und voller Energie ist.
00:04:34: Das hat einen wunderbaren Puls und das Liet irgendwie tanzen lässt.
00:04:39: Die Melodie- und Textbögen sind einprigsam.
00:04:41: Ich glaube deshalb ist das Lieder beliebt.
00:04:44: Aber da sind wir schon mittendrin.
00:04:47: Gucken wir uns vielleicht erst mal den Verfasser an des Textes.
00:04:50: Ludwig Helmboldt.
00:04:53: Ludwig Helmbould wurde
00:04:56: in Türingischen
00:04:57: Mühlhausen geboren und dort ist er auch gestorben, fünftonhundert achtundneunzig.
00:05:04: Wer sich jetzt mit der Reformationsgeschichte auskennt, der weiß, Mühlhause das ist ein besonderer Ort.
00:05:09: In Mühlhausen war nämlich eine Zeit lang der radikale Formator Thomas Münzer.
00:05:14: Also, er war dort vor Ort, war dort Pfarrer an einer der Mühlhausner Kirchen und hat Mühlhäusern damals auch zu einem Zentrum seiner Bewegung gemacht.
00:05:24: Ich will jetzt ziemlich groß ausholen was ... das, worum Münzer ging vielleicht so viel.
00:05:28: Es war eben auch eine Bewegung die sich für soziale Gerechtigkeit eingesetzt hat also die sozialen Missstände der Zeit zu verändern.
00:05:35: und da ging es vor allen Dingen um die Ausbeutung der Bauern, der Bergleute aber auch der Städter könnte sagen oder man könnte sie zusammenfassen unter dem Begriff des sogenannten gemeinen Mannes.
00:05:46: und ausgebeutet wurden die natürlich von der Obrigkeit.
00:05:49: Und Münzer wollte das ändern und auch durch Einsatz von Gewalt.
00:05:54: er fühlte sich Theologisch-Brechtdichtgewalt einzusetzen.
00:05:59: Und dementsprechend hatte dann auch viele Müllhausener Bürger dazu gebracht, sich in der Schlacht bei Frankenberg zu beteiligen.
00:06:07: Fünfzehundertfünfundzwanzig war das war ja eine der bedeutenden Schlachten während des sogenannten deutschen Bauernkriegs.
00:06:15: Ja ich kenne übrigens dieses Panorama Museum mit Bad Frankenhausen, was du da auch schon mal gesagt hast?
00:06:21: Also mit dem großen Typge gemälde, Und helf mir mal kurz Müllhausen.
00:06:29: Münster, der ist ja dann hingerichtet worden?
00:06:31: Oder habe ich das falsch in Erinnerung, wie das Ganze ausgeht?
00:06:35: Die Bauern bzw.
00:06:37: der Gemeinemann haben verloren die Schlacht eine verheerende Niederlage.
00:06:42: Der Münster wurde gefangen genommen und einige Tage nach der Schlacht vor den Toren von Mühlhausen enttaubt hat.
00:06:49: sein Leib wurde aufgegriffen gespießt und sein Kopf auf einen Pfahl gesteckt.
00:06:54: Und das war sieben Jahre her, als Ludwig Helmbod, fünftenswein dreißig geboren wurde.
00:07:00: Und waren die Unruhen mit dem Tod?
00:07:02: Mit der Hinrichtung Mönzers Bellnett?
00:07:04: Nee, das war da noch nicht vorbei.
00:07:05: Also zum einen musste Müllhausen Straf- und Entschädigungszahlungen leisten und hat auch seine Dörfer verloren.
00:07:13: Die Stadt selber voller auch ihrer Reichsfreiheit.
00:07:18: Das war das eine und das andere.
00:07:21: Es gab ja so eine mitteldeutsche Teufo-Bewegung.
00:07:25: Mühlhausen war auch nach den Fünften und Zwanzig ein Zentrum dieser Teufel-Bewegung.
00:07:29: Die war ja teilweise auch noch von Thomas Münzer mitgeprägt gewesen.
00:07:33: Okay, man muss sich vorstellen also in dieser Atmosphäre wuchs der Helmboldt auf... Und sicher hatte das auch mitbekommen nämlich sein opa väterlicherseits Johannes.
00:07:42: Der war seit den Fünfzevierundzwanzig einer der Ratsherren in Mühlhausen.
00:07:47: Auch seinen Großvater müdderlicherseits und sogar Helmbolts Vater Stefan, nämlich Fünftzen, die Familie war einfach
00:07:55: Politisch.
00:07:56: Involviert, genau die haben das mitgekriegt.
00:07:59: Ludwig selber gegen fünftes und siebenundvierzig da war fünfzehn zum Studium nach Leipzig und Erfurt.
00:08:06: er genoss dort eine humanistische Ausbildung und kehrte dann nach dem Studium nochmal so wieder kurz nach Mühlhausen zurück und wirkte dort als Lehrer.
00:08:15: Dann hat sich aber bald schon wieder weggetrieben wieder nach Erfort.
00:08:19: hier wurde er Fünfzehnhundertfünfzig Magister und fünftenzweinsechzig sogar Professor an der Philosophischen Fakultät.
00:08:27: In diesem Zeitraum fällt auch seine Ehe-Schließung mit Martha Bobenzahn, fünfzehnneunendfünfzig hatte sie geheiratet und mit ihr hatte er sechs Kinder.
00:08:37: Er hat bis zum Jahr fünftensiebzig in Erford an der Universität gewürgt und wardert auch am Aufbau auf bei einer evangelischen Schule beteiligt.
00:08:47: Fünftensebzig musste aber dann wegen Streitigkeiten mit den katholischen Mitgliedern der Universität seine Stellung in Erfurt aufgeben und kehrte nach Mühlhausen zurück.
00:08:58: Dort war auch wieder Lehrer, also das Lehrersein zieht sich durch das Leben Helmholtz.
00:09:03: Also erst Lehrer, dann wurde aber bald Diakon an der Kirche zu unserer lieben Frau in Mühlhause.
00:09:09: Fünfzehn, sechsen, achtzig superintendent!
00:09:12: Und ich habe gelesen dass er als Superintenden vor allem auch damit beschäftigt die sogenannten gegenreformatorischen, also die katholischen Aktivitäten abzuwehren.
00:09:23: Wir sind ja kirchengeschichtlich Mitte des sechzehnten Jahrhunderts.
00:09:26: Die ist die Phase der sogenannten Gegenreformation.
00:09:29: und was das ist?
00:09:30: Du weißt es, der Versuch der römisch-katholische Kirche, die evangelische Bewegung
00:09:34: zurückzudrängen.
00:09:35: Und konkret in der Müllhausner Gegend gab's solche Versuche eben vom Eichsfeld her.
00:09:41: Das ist heute noch so eine... katholische Gegend, ja und von dort ging eben diese Gegenräufe um atorischen Bemühungen aus.
00:09:49: Und damit schließt sich auch ein bisschen so der Kreis.
00:09:53: oder man merkt das ist eben auch ein zentrales Motiv in Helmbolt's Leben.
00:09:56: er musste da von der Erforder Universität gehen weil die katholische Kräfte darauf hingewirkt haben und am Ende seines Lebens spielten diese konventionellen Streitigkeiten immer auch eine große Rolle.
00:10:10: Hellbott war wohl, habe ich gelesen mit Leib und Seele Pädagoge.
00:10:14: Und hatte dazu noch eine dichterische Arter.
00:10:17: und beides Spiel zusammen.
00:10:19: Das merkt man auch am Text von No Last Uns God dem Herrrenn.
00:10:25: Da merkt er es.
00:10:25: aber gibt auch ein anderes Beispiel.
00:10:27: Er hat zum Beispiel die Confessio Augustana in Fers Form nachgedichtet und er hat einige Liedtexte verfasst.
00:10:34: Ja und da zum Beispiel zu den Bekannten fünf Stimmigen Das Kursatz oder Motette muss man schon sagen, über das Gebirg Maria geht.
00:10:42: Die sehr beliebteste Johann Eckhardt hat die Tonal ausgesetzt.
00:10:47: Da hat er den Text geschrieben.
00:10:48: also das war mir auch neu.
00:10:49: Das habe ich jetzt mit der Beschäftigung des Liedes bemerkt.
00:10:52: Hast du gewusst dass Johann Eckard ein Schüler von Helmbert Warnt?
00:10:55: Nein!
00:10:55: Der kommt nämlich auch aus Mühlhausen.
00:10:57: Sie kennen sich ja so schön aus der Schule.
00:10:59: So schließen sich die Kreise.
00:11:02: Und der Helmholt, der hat dann sogar die höchste Anerkennung als Dichter erfahren, die es damals gab.
00:11:07: Kaiser Maximilian II.
00:11:09: hat ihn in fifteen Hunderts sechs und wächst sich zum Poeta Laureatus
00:11:13: gekrönt.
00:11:14: So eine Auszeichnung gab's!
00:11:17: Ja, mit Leib und Seele-Pädagogen.
00:11:18: Das schließt sich eigentlich wunderbar an!
00:11:21: Denn das Lied war auch, sprich gedacht wirklich als Lied nach dem Essen.
00:11:25: in den Veröffentlichungen des Liedes durch Helmut's In einer Sammlung von sechzig geistigen Liedern von fifteenhundertfünfundsiebzig lese ich den Untertitel unter dem Lied ein Danklied nach Essens Und sonst vor allerlei Wohltaten Gottes.
00:11:42: Schön, oder?
00:11:42: Wenn man das noch in einem alten Schrift hier sieht mit Sonst und Danklied mit CK.
00:11:49: Dann ist aber auch klar, warum.
00:11:51: das Lied beginnt mit nun!
00:11:52: Ja genau,
00:11:53: nun nach dem Essen.
00:11:55: Jetzt
00:11:55: geht's los mit dem Dank.
00:11:57: Das sind wir jetzt beim Text.
00:11:59: Es ist ein Danklied und nimmt seinen eben gedanklichen Ausgang auch beim Dank für das Essen.
00:12:04: Und trotzdem steht das Essen nur exemplarisch für etwas, das grundlegend zum Leben dazugehört.
00:12:10: Das Leben prägt nämlich das Empfangen.
00:12:11: also man könnte sagen das zentrale Motiv in dem Lied ist eigentlich das Empfang.
00:12:17: Und das wird auch deutlich an am Wortfeld also an den Wörtern die sehr häufig auftauchen geben gegeben Gaben, sogar das Vergeben in Strophe sechs passt da rein.
00:12:30: Oder es steckt auch das Geben drin?
00:12:33: Also der Gaber-Charakter des Lebens mit den Wottenden, dass bedeuten dieologen Friedrich Schleiermacher können auch sagen, die schlechthinige Abhängigkeit unseres gesamten Seins.
00:12:44: Und das wird thematisiert mit Blick auf körperliche Aspekte oder so was wie Nahrung aber auch mit Blick aus seelischer Phänomene.
00:12:52: also in Strufe zwei Geht es darum, dass wir unseren Körper aber auch unsere Seele als unser ganzes Leben geschenkt bekommen haben und das natürlich auch die Fortdauer.
00:13:02: Also unsere physische Integrität zum Beispiel oder die Gesundheit nicht in unserer Hand liegen.
00:13:08: In Strophe drei wird es vertieft.
00:13:11: Da geht's um die Nahrung für den Leib, aber auch die Narrung für die Seele.
00:13:16: und das leidet dann über zu einer Betrachtung der Gaben, die wir von Christus geschenkt bekommen haben.
00:13:22: Von denen wir zähren.
00:13:23: und das wird dann so richtig in Strophe vier bis sechs entfaltet.
00:13:29: Und da ist interessant ... Das kommt schon also in den Strophen vier geht es los?
00:13:33: Da wird deutlich dass hier so eine Theologie medizinales im Hintergrund steht, im Hinterkorn des Texts.
00:13:41: Man könnte auch sagen die Vorstellung vom Christus Medikus.
00:13:44: Also das kann man sagen is der Heilende Christus oder Christus als Arzt.
00:13:49: Ich lese dir mal vor, die Strophe vier, dass wir die vor Augen haben, worüber wir reden.
00:13:54: Es heißt im Lied ein Arzt ist uns gegeben der selber ist das Leben.
00:13:59: Christus für uns gestorben Der hat das Heil erworben.
00:14:05: Christus als Arz in der christlichen Tradition ist teilweise ganz würdlich verstanden worden.
00:14:10: Christos macht gesund.
00:14:12: Das hat ja auch Anhalt in vielen neutestamentlichen Heilungsgeschichten Und das geht bis dahin, dass es heute auch heut noch christliche Glaubensausprägungen gibt die menschliche medizinische Behandlung ablehnen.
00:14:25: Weil sie sagen wir brauchen das nicht!
00:14:26: Wir haben unseren Glauben Christus wird uns heilen.
00:14:29: Das ist nur aber dieses wirkliche Verständnis nicht dominant sondern Christus Arzt zu nennen, das ist in den meisten Fällen eine Metapher auch hier ein Helmboltz Text also Christus Wirt.
00:14:40: Es wird mit einem Arzt verglichen.
00:14:42: Und diese Vorstellung reicht schon ganz weit in die Christentumsgeschichte zurück, schon Anfang des zweiten Jahrhunderts gibt es Belege dafür bei Ignatius von Antiochia.
00:14:53: Das war ein Kirchenvater und der ist unter anderem auch dafür bekannt, dass er das Abendmahl als Unsterblichkeitsarznei bezeichnet hat.
00:15:01: Das passt ja zum Christus.
00:15:04: als Arzt.
00:15:05: Na ja und dann fragt Tochter vergleich immer mal wieder in der patristischen Theologie, das ist so nennt man die Theologie der ersten Jahrhunderte.
00:15:12: zum Beispiel ich habe mal was gefunden von Clemens von Alexandrien, der hat so an der Wende vom zweiten zum dritten Jahrhundert gewirkt Der nennt Jesus Christus Highland.
00:15:23: Und jetzt kommt ein Zitat Denn er hat für die Menschen geistige Arzneien erfunden Zum Wohlbefinden und zum Heil.
00:15:31: Er bewahrt die Gesundheit.
00:15:33: Er deckt die Schäden auf, er bezeichnet die Ursachen der Leidenschaften.
00:15:37: Er amputiert die Wurzeln unvernünftiger Begierden.
00:15:41: Er schreibt Diät vor und verordnet alle heilsamen Gegengifte für die Kranken.
00:15:46: Denn das ist das größte und königliche Werk Gottes – die Rettung der
00:15:49: Menschheit.".
00:15:52: Auch Luther hat das Motiv vom Christus Medikus aufgegriffen breit, rezipiert und ausgebaut.
00:16:01: Aber diese Phase evangelischer Theologie-Geschichte setzt man erst so ab Fünfzehn Achtzig an.
00:16:06: Das heißt mit seinem Liedtext steht Helmholt quasi am Beginn dieser Phase lutterische Autodoksi wo das Motiv dann eine große Rolle gespielt hat.
00:16:16: Ja ich will mal noch ein Beispiel einfügen zum Thema Christus Medikus von einem Miet, das später entstanden ist.
00:16:22: Das wir auch gut kennen aus dem Gesangwuch Nr.
00:16:27: Da kommt nämlich der Arzt und helfe auch vor.
00:16:31: Und zwar in der dritten Strophe, was Gott tut das ist wohlgetan.
00:16:34: er wird mich bedenken er ist als mein Arzt!
00:16:37: Und wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arznei, Gott ist getreut um will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen.
00:16:45: also der Text von Samuel Rodigast ein bisschen später Das würde genau zu dem passen was du gerade vorher erzählt hast
00:16:51: Genau Zurück zu unserem Liedtext.
00:16:55: nur lässt uns Gott dem Herrn.
00:16:57: Strophe eins war Aufforderung, nun.
00:16:59: Dann folgten mehr so Beschreibungen bis Strophe sechs und Strophe sieben und acht.
00:17:05: das sind jetzt richtige Bitten.
00:17:07: In Strophe Sieben wird gebeten um die bewahrende Güte Gottes für Erwachsene und Kinder.
00:17:12: da sieht man wieder die Familie vor sich nach dem Essen.
00:17:15: in Strophe acht wird um Wahrheit und Freiheit Gebeten.
00:17:20: Da klingt wieder das Johannes Evangelium an diese bekannte sehr oft benutzte Stelle.
00:17:24: ich bin der Weg.
00:17:25: die Wahrheit Sagt Christus im vierzehnten Kapitel des Johannes-Evangeliums und das mit der Wahrheit, der Freiheit.
00:17:34: Das kommt auch nochmal an anderer Stelle vor, Johannes VIII sagt Jesus ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrkeit wird euch frei machen.
00:17:43: Noch mal zurück du hast vorhin gesagt dass das Lied einen starken pädagogischen Grundzug hat.
00:17:48: Das will ich noch einmal kurz anmerken.
00:17:51: also das heißt Es hat auch einen pädagogischen Beginn.
00:17:54: Denn wenn ich jetzt mir so vorstehe, ich steh von einer Klasse und die sollen ihre Hefte aufschlagen, dann sage ich nun bitte alle die Hefte raus.
00:18:00: oder nun beginnen wir mit unserer Arbeit.
00:18:02: Bitte legen Sie Ihre Arbeitsmaterie bereit.
00:18:04: So ist das hier ja auch.
00:18:05: Es beginnt an mit.
00:18:05: Nun also Jetzt!
00:18:07: geht's los, das ist ganz klar und einfach.
00:18:10: Und auch die Art wie das geschrieben ist dass er so ein einfaches Vierzeilenmuster hat mit Reimschema AA und BB also Herren Ehren gaben haben Das passt auch wunderbar zum Thema Schule.
00:18:24: einfache Muster Aufforderung
00:18:26: lässt sich leicht auswendig lernen.
00:18:29: eigentlich so genau Du.
00:18:31: es gibt sogar den Versuch in dem Lied eine vertonte Confessio Augustana zu entdecken oder manche haben auch gesagt Helmut hätte hier Luthers klein Katichismus noch mal poetisch vertextet.
00:18:45: Also das wäre so eine Art vertontes Bekenntnis, ich kann das nicht ganz beurteilen ob es zutrifft.
00:18:50: Ob das nicht zu viel ist?
00:18:51: Aber gut nun du hast von Helmots Auseinandersetzung mit dem Katholizismus erzählt.
00:18:57: gibt's da noch irgendwelche Spuren die du ja wieder findest?
00:18:59: das würde mich interessieren.
00:19:01: also man könnte vielleicht denken in Strophe zwei das allein.
00:19:05: Ach so, hat er uns
00:19:07: geblieben.
00:19:07: Vielleicht klingt da dieses berühmte Allein Luthus Solus Christus Solar Graz ja.
00:19:13: Allein durch Christus, allein durch Gnade.
00:19:15: möglicherweise klingt das hier an.
00:19:18: Strophe Acht, Erhalt uns in der Wahrheit.
00:19:21: Vielleicht ist auch ganz schlecht die evangelische Wahrheit gemeint.
00:19:24: Vielleicht zielt Helmboldt auf die Einsichten der Reformation ab, die erhalten werden sollen.
00:19:29: mit der Freiheit könnte es sein... dass er da, falls es stimmt das der Text auf die Confesio Augustana Bezug nimmt.
00:19:38: Da könnte das sein, dass hier auf das Ende der Confesion Augustana anspielt und dann steht drin, dass es zwar allerlei liturgische Regeln und Fastenanweisungen und Kleiderordnung in der Kirche geben mag.
00:19:51: Das ist aber irrelevant, wenn's um Fragen des Heils geht und insofern sind evangelische frei weil sie frei sind von solchen äußerlichen Ordnung.
00:20:02: Aber wie gesagt, vielleicht deutet man das auch nur dahinein weil man es eben gerne finden möchte?
00:20:09: Die Einfachheit und die Klarheit dieses Fersmaßes, dieses Liedes hat ja auch andere inspiriert darauf aufzusatteln.
00:20:19: also es gibt noch zwei Lieder im Gesangbuch die dieselbe Melodie benutzen und zwar ist dass das Lied nun lasst uns gehen und treten was am Jahresbeginn steht, oder das Morgenglied fach auf mein Herz und singe.
00:20:30: Beides Pergueratexte – aber das sind ja nur die, die wir kennen.
00:20:34: Sicher gab es wenn so eine Melodie ganz eingängig war oder so ein Pferdmasse, so einen Muster, so ein Reimmuster und Melodiemuster gut war dann wurde das ja oft mehr transkriptiert und irgendwo verwendet.
00:20:46: Ja da sind wir schon bei der Melodie einige Beobachtungen Aber ich glaube erst mal sollten wir uns das Lied anhören.
00:20:52: Genau
00:22:35: Zur Melodie.
00:22:36: Als Quelle ist angegeben bei Nikolaus Senniger, das hatten wir schon erwähnt.
00:22:40: Also es ist nicht klar wer der Komponist oder Melodist ist.
00:22:46: Es ist aber klar dass bei Nikolai Senninger in den ersten Mal in einer Sammlung abgedruckt und erschienen ist.
00:22:55: Die Melodie stammt möglicherweise auch von Balthasermuskulus und Muskulusschuff einige Urformen Die zu Kirchendiedern, die in den Werken zum Beispiel von Heinrich Schütz oder Johann Sebastian Bach aufgenommen wurden.
00:23:09: Also
00:23:10: z.B.,
00:23:10: die Melodie zu Wach-Auf droft uns die Stimme.
00:23:13: e.g.
00:23:13: ,eg.
00:23:13: .
00:23:14: , , ,, , ,,, gehen auf ihn zurück.
00:23:17: Muskulus wurde fünfehundvierzig geboren und der war ein deutscher Schulmeister also Lehre und wohnte in Ziegenrück.
00:23:22: da war ich übrigens schon.
00:23:23: das ist nämlich eine kleine winzige Landstadt im Sahle Ollerkreis im Südosten von Thüringen.
00:23:31: Und dieser vierstimmige Satz, wir haben das Lied ja nicht nur mit Melodie abgedruckt.
00:23:35: Der hat es hier im Gesang, der ist auch ausgewiesen nach Johann Krüger, sixteenhundert neunundvierzig.
00:23:42: Johann Kröger ist klar, so ein Name wie Johann Walter, Johann Krøger, das sind Meister der reformatorischen Kirchenmusik und er stammte ja aus dem Sorbischen ging in die Lateinschule Guben, Wanderschaftsoraupresslau-Regensburg kam wieder zurück und hat sich dann in Berlin im grauen Kloster auf das Theologiestudium vorbereitet, an der Universität Wittenberg studiert.
00:24:08: Und sich musikalisch selbst sehr weitergebildet und war bis seinem toten vierzig lang Lehrer am Gymnasium zum grauen Kloster und gleichzeitig kannte er St.
00:24:16: Nikolaikirche in Berlin.
00:24:18: Also ich will was mal sagen, dass waren alles irgendwie große Namen die auch miteinander im Regenaustausch standen alle die Namen, die wir jetzt genannt haben.
00:24:26: Aber genug von den großen Tonmeistern.
00:24:28: Mich interessiert jetzt, wie fühlt sich diese Melodie an?
00:24:32: Ich habe vorhin schon erwähnt ich finde das dieses Schwingt und Tanz.
00:24:36: Zuerst fällt mir aufwendig mit den Satz angucken von Johann Krüger oder die Melodie dass es keine Takt-Streche gibt Und das ist heute eigentlich ungewöhnlich.
00:24:46: Wir haben uns angewöhnt, dass es hinter dem Notenschüssel einen Taktangabe gibt Und wir genau wissen, wie wir zählen und rechnen müssen.
00:24:55: Wir können das ordentlich einsortieren.
00:24:56: Das ist bei diesem Lied nicht so einfach möglich.
00:24:59: Das sind nur mensurische Striche.
00:25:02: Man muss dazu wissen, dass diese Notation überhaupt – ich schreibe Musik auf – einen weiten Weg genommen hat.
00:25:10: Kleines Streiflichtreien erst im neunten Jahrhundert sind so Notationen von Neumen, also von melodischen Floskeln in kriegoyanischem Koral bekannt.
00:25:19: Die aufgeschrieben wurden allerdings ohne Zeitangaben sondern einfach nur Tonhöhen und Bezüge.
00:25:26: Wo gibt es Verzierungen?
00:25:28: Und die Ton- und Rhythmusnotationen, die zusammenkommen ist eigentlich erst im dreizehnten Jahrhundert in irgendwelche Strukturen gebracht worden.
00:25:39: Es war auch damals gar nicht so wichtig, weil man hat das ja eh weitergegeben gesungen und abgehört.
00:25:46: Und dieses Aufschreiben ... Das war vielleicht eine Sicherung aber es war nicht das Wichtigste zu musizieren selber.
00:25:54: Man hat gelernt für den Meistern vor ein.
00:25:58: Dieses Lied in ein festes Tagschema zu bringen ist eh nicht einfach, weil es passt nicht so richtig rein.
00:26:04: Deshalb ist es viel schöner, dass es hier frei steht ein bisschen das Tempo und die desmusikalisch auszuloten, wie frei oder etwas enger es schwingen soll.
00:26:19: Übrigens haben wir das Problem auch heute dass wir mit diesem Taktus,
00:26:22: d.h.,
00:26:23: lateinische Berührung stoßt mit so einer Einordnung eigentlich nie befriedigende Lösungen schaffen wenn sie... Wenn man heute so ein ganz modernes Lied sieht, was einen komplizierten Rhythmus hat.
00:26:32: Sieht abschreckend kompliziert aus und dann kann man das auszählen bis in die kleinsten Notenwerte.
00:26:38: es wird vielleicht trotzdem nicht so erklingen wie der Komponist des Immoharte.
00:26:42: also da sind alles ja nur begrenzte Hilfsmittel.
00:26:45: Die Notation Es gibt ein Puls Ein Herzschlag Und den muss ich erspüren denn den kann ich schon im Text spüren.
00:26:52: Der Puls hier.
00:26:53: Da sind so kleine Viertelnoten.
00:27:02: Das sind wie die Minutenangaben.
00:27:05: Sechserpakete.
00:27:07: Ich kann sie in verschiedene Pakete packen, ich könnte immer drei zusammen tun.
00:27:11: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, eins, zwei ,drei, vier... Kann ich Walzer tanzen?
00:27:17: Oder ich kann die in größere Pakete zu tun, immer nur zwei dieser kleinen Minuten schläge.
00:27:27: Und es entstehen vollkommen andere Pulsgefühle und Rhythmusbezüge.
00:27:32: Diese wechseln sich hier ab, ich habe als erstes diese Dreierpakete.
00:27:37: Nun lasst uns Gott dem eins zwei drei vier fünf sechs!
00:27:42: Und bei Herrn?
00:27:43: Herr-Ren-Dank Eins zwei drei Vier Fünf Sechs und dann kommen wieder die Dreier pakete Sagen und ihm zweier Ehren für wieder dreier.
00:27:55: Also du hast verstanden, was ich meine?
00:27:57: Ja wenn
00:27:57: das so auseinander nimmst ist es irgendwie kompliziert.
00:28:00: Klingt kompliziert!
00:28:01: Ist es am Ende beim Singen nicht?
00:28:04: Wenn man gut geführt wird und wenn das schön schwingt... Und dass auch nicht zur wichtigsten Sache der Welt wird, dass diese Minute da taktet.
00:28:12: Aber es ist also ein Wechsel zwischen, würde ich jetzt Musikheissachen, zwischen einem Sechsviertel-Takt und drei halbe Takt.
00:28:18: Ich kann das dem Text ablesen.
00:28:20: nun Lasst, kriegt eine Betonung weil das ist der Anfang von dem Tag.
00:28:24: Nun lasst uns Gott dem Herrn Dank sagen und ihm Ehren.
00:28:32: Dieser Wechsel macht das Lied interessant Und es macht's beschwingt frisch.
00:28:37: Es ist eigentlich nichts tödlicher als wenn ich diesen Wechsel gar nicht mehr empfinden kann Diesen Tanz des Pulses Sondern das Gefühl hab' ich so langsam und feierlich gerade nicht bis ans Ende der Phrase komme, vor Art und Not.
00:28:51: Und dann taucht einfach lange Weile auf.
00:28:54: Also es muss meiner Meinung nach tanzen, schwingen ... Ich glaube so in der Renaissance.
00:29:00: Damals musste ich jetzt vorstellen eine schöne Rahmentrommel dazu oder einen Schellenring.
00:29:05: Das würde den Rhythmus noch mal verstärken.
00:29:07: Es würde hier hervorragend dazupassen.
00:29:09: Wo wollen wir's mal nicht übertreiben?
00:29:13: Gut!
00:29:15: Das Proprium des Sonntags,
00:29:17: dieser
00:29:17: Sonntag nach Trinitat.
00:29:18: Strafverübergang!
00:29:21: Nach all den Schellen und Klanghölzern.
00:29:24: Am siebten Sonntage nach Trinnitat geht es in fast allen Texten darum dass jemand Hunger hat.
00:29:30: Es geht ums.
00:29:31: Essen, Brot, eine wichtige Rolle.
00:29:34: Und es ist aber nicht nur der körperliche Hunger, sondern auch der Spirituelle.
00:29:38: Das passt doch wunderbar zu einem Tischlied, wo's im Dank für die Nahrung geht, Leib und Seele.
00:29:45: Der Sonntag gilt als Abendmahl-Sontag.
00:29:48: Da wird das Nachtmahl.
00:29:49: Christi wird bei uns im Lied erwähnt.
00:29:52: Das Abendmall hat ja Luther erst so genannt.
00:29:54: Vorher heißt sie eigentlich nicht abendmal.
00:29:56: In der Bibel steht nichts von abendmahl... Und hier noch Nachtmal, ja.
00:30:01: Aber ich finde das ist nur ein Aspekt des Sonntags... Wenn man den zur Geltung bringt dann stellt sich der schöne Bezug auch mit dieser Strophe ein.
00:30:10: Also in Strophe fünf ist das ne?
00:30:11: Das ist sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl.
00:30:18: Was hast du für jetzt?
00:30:19: bitte mich mal interessieren als Theologin ins Fahrerinnen so für Gestaltungsideen bei dem Lied?
00:30:24: oder sagst du ach das ist so bekannt da muss man eigentlich nichts machen.
00:30:27: Ich hatte jetzt meine Idee Die Bezug nimmt auf die Erkenntnis, dass ja nicht alle Menschen gerne singen.
00:30:35: Wir gehen davon aus, dass alle gern im Gottesdienst singen und das stimmt gar nicht.
00:30:40: Man sieht zum einen auch immer welche, die nicht mit singen oder Sachen einem auch Menschen explizit, dass sie nicht mitgesungen haben oder dass sie in den Gottesdiensten gerne gehen, weil sie keine Lust haben mitzusingen oder dass Sie gar nicht singen können usw.
00:30:51: Deswegen habe ich mir mal eine Gestaltungsidee überlegt wo man nicht singt muss.
00:30:56: Sag mal, bin ich jetzt gespannt.
00:30:58: Also ich stelle mir vor dass die erste Strophe des Liedes von einem Solisten einer Solistin vorgetragen wird?
00:31:03: Also ich singe nicht selber aber ich höre das machen viele gerne.
00:31:06: Ich
00:31:06: finde überhaupt Solisten ist auch mal schön.
00:31:10: Also stellen wir vor, Strophe eins solisten.
00:31:12: und dann muss man sagen du musst mir sagen ob es funktioniert wird ja quasi der letzte Ton ausgehalten von dem Instrument oder vielleicht doch gar minimal variiert und die Gemeinde liest dann auf diesen Ton.
00:31:22: Strophe zwei
00:31:24: Und dann wird die noch gesungen, oder?
00:31:25: Nein.
00:31:26: Dann wird Strophe drei wieder von der Solistin gesungen.
00:31:28: Strophe vier liest die Gemeinde wieder.
00:31:31: Das gemeinsame Lesen geht sehr gut bei diesen Kurzen weil wir haben schon gesagt das ist ja so schön vierzeilig und so einfache Endreime und es passt alles.
00:31:40: da kann man gutes.
00:31:41: wenn's nicht zu komplex ist kann man gut.
00:31:42: in der Gruppe sprechen muss
00:31:43: halt jemand anführen.
00:31:45: Ja, das war jetzt mal meine Idee und jetzt bin ich gespannt auf dein kreatives Feuerwerk.
00:31:49: Was du dir wieder überlegt hast?
00:31:51: Naja also ich habe eine Idee aus den Melodiespielen zum Gesangbuch von Christa Kirschbaum aus dem Strubeverlag und die spürt nochmal diesen Puls so nach, diese Betonung Und sie schlägt einfach
00:32:04: vor
00:32:06: nicht dass die Leute irgendwas machen müssen.
00:32:08: groß denn viele singen und leichterlichen Rhythmus klatschen überfordert viele auch schon.
00:32:14: Aber ich sage noch mal mein Schellenring oder meine schöne Rahmentrommel, es macht jemand dazu ein Rhythmus und dieser Rhythmuss kann sich von Strufe zu Strufen verändern.
00:32:24: das kann einmal so sein.
00:32:25: nun lasst uns Gott dem Herren dank also den großen Werten macht.
00:32:42: Ich glaube, das würde auch so.
00:32:42: einen kleinen Effekt des besonderen Zuhörens wäre jetzt einfach nur ein Sahnehäubchen drauf.
00:32:49: Interessant finde ich noch eine andere Idee.
00:32:51: die habe ich in einem Buch gelesen.
00:32:54: Das heißt Frisch gesungen singe Ideen für die Gemeinde zu allen Wochenliedern der neuen evangelischen Lesenordnung von Jorgen Kaiser.
00:33:01: Jorger Kaiser hat vorgeschlagen Wochenlieder, also das andere ist ja Brich dem hungrigen Dein Brot e.g.
00:33:07: Vierhundertachzen nenn ich so bekanntes moderneres Lied zu Verknüpfen, zu verschlingen.
00:33:15: und das finde ich eigentlich interessant weil da entstehen Kontraste Gegensätze.
00:33:19: ganz altes Liet neues Lied fröhlicher Tanz Bericht dem Horinge Dein Brot, die Melodie ist ernst.
00:33:28: Hat doch einen ganz anderen Text in Tos nämlich da geht es ja um die im Blick zu nehmen, die hungern also wechselt zwischen Sattheit und Hunger über Fluss und Mangel finde ich eigentlich interessant.
00:33:39: Also man könnte dann singen Es sind ein bisschen eine gewagte Idee.
00:33:43: nun lasst uns Gott dem Herrn Dank sagen.
00:33:45: im Ehren erst und zweite Strophe den Leib Die Seele des Leben hat er uns gegeben.
00:33:48: Und dann kommt die Strophe bricht dem horinge dein Brot die im Elend wandern Führe in dein Haus hinein, trage die Last der anderen.
00:33:56: Dann singt wieder die Gemeinde.
00:33:58: Nahrung gibt er dem Leib und die Seele muss auch
00:34:00: bleiben.".
00:34:01: Und nach der vierten Strophe kommt wieder eine Strophe aus dem anderen Lied nämlich Nachdem wir gesungen haben ein Arzt es uns gegeben Der selbst ist das Leben Christus für uns gestorben.
00:34:14: Er hat das Heil erworben.
00:34:15: singen zum Beispiel in der Solistin Brich den hungrigen Dein Brot Du hast's auch empfangen denen die in Angst und Notstille, Angst und Banken.
00:34:25: Das ist auch theologisch schlau, ne?
00:34:26: Weil wenn einem gegeben
00:34:28: wird ... Ja genau!
00:34:30: Also ich finde das hat ... Ich kann mir das jetzt nicht vorstellen dass ich als gemeinem Mitglied da sitze und zwei Lieder immerhin und her switche so mit Blättern.
00:34:38: Auch das Blätter stört mich ja beim Zuhören.
00:34:41: Ich muss dann permanent orientieren wo ich bin.
00:34:43: aber man könnte ja dieses Lied dreihundertzwanzig einfach nur in so zweier Plöcken singen.
00:34:48: unter Zwischen kommt von der Solistin oder vom Kantor an eine Orgel.
00:34:52: dieser Einwurf, da ist auch so ein schöner Wechsel zwischen zuhören und es aktiv sein.
00:34:59: Also einen Kontrast zwischendurch mal gerade schwingen vielleicht auch so dank mit dem Blick auf unseren Teller.
00:35:06: ihr geht dran und zwar sich und den Blick über unseren Tellern ran zu den Hungeren.
00:35:11: Und auch ein wechsel zwischen.
00:35:12: ich bin aktiv als gemeinder Gesang und ich kann einfach mal zuhör.
00:35:16: Trotzdem, man kann es auch einfach so ganz normal als Kollektenlied singen und bei der Strophe sieben Tippen dann alle Eltern ihre Kinder an.
00:35:25: Da werde ich jetzt bestimmt immer dran denken wenn ich das singe!
00:35:29: Und wie gesagt ist auch wunderbar mehrstimmig im Gottesdienst zu sehen in dem einfachen und sehr schlichten Satz von Johann Krüger.
00:35:37: Nun lasst uns Gott im Herrn Dank sagen und ihm Ehren und ihm singen würde ich da abschließen.
00:35:42: Da haben wir jetzt wieder mal alles rausgeholt, was aus dem Lied rauszurufen ist, finde ich?
00:35:46: Gut!
00:35:47: Aber es war viel?
00:35:48: Ja,
00:35:48: das war viel.
00:35:48: Das meine ich doch.
00:35:50: Schön!
00:35:51: Hat Spaß gemacht.
00:35:51: Danke auch wieder!
00:35:53: Bis
00:35:53: zum nächsten Mal.
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